Aktuelles

 

Grippeimpftage 2017

Wie in den vergangenen Jahren impfen wir Sie auch in diesem Jahr außerhalb der normalen Sprechzeiten gegen die Virusgrippe. Nach unserem ersten Termin findet in der folgenden Woche noch ein weiterer Termin statt:

Wir impfen am

Donnerstag, dem 26.10.2017 von 14 – 16 Uhr

in unserer Praxis.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir während der Grippeimpftage keine weiteren medizinischen Behandlungen durchführen und nur Patientinnen und Patienten unserer Praxis gegen die Grippe impfen.

Sollten Sie zu beiden Terminen verhindert sein, impfen wir Sie natürlich auch sonst während der normalen Sprechzeiten (10-12 Uhr und 15-17 Uhr außer Donnerstagnachmittag) gegen die Grippe. Eine Anmeldung ist auch hier nicht erforderlich.

Die echte Grippe ist eine ernsthafte, mitunter auch lebensbedrohliche Erkrankung, die durch Grippeviren ausgelöst wird. Erkältungen oder „grippale Infekte“ dagegen werden von anderen Erregern verursacht. In Deutschland kommt es in den Wintermonaten nach dem Jahreswechsel zu Grippewellen mit unterschiedlicher Ausbreitung und Schwere. Influenzaviren verändern sich ständig und bilden häufig neue Varianten. Durch diese Änderungen kann man sich im Laufe seines Lebens öfter mit Grippe anstecken und
erkranken. Deshalb wird auch der Influenza-Impfstoff jedes Jahr neu angepasst.Der beste Schutz gegen Grippe ist eine Impfung. Sie sollte jährlich verabreicht werden, am besten in den Monaten Oktober und November. Jedes Jahr wird die Zusammensetzung des Impfstoffs überprüft und gegebenenfalls angepasst, um gezielt vor den Virus-Varianten zu schützen, die voraussichtlich im Umlauf sein werden. Die Auslösung einer Grippeerkrankung durch die Impfung selbst ist nicht möglich.

Eine Grippe-Impfung empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für Menschen, die besonders gefährdet sind, schwer zu erkranken:

  • Menschen, die 60 Jahre und älter sind
  • Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel; bei chronischen Grunderkrankungen schon ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel
  • Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch ein Grundleiden, wie zum Beispiel chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose, angeborene oder später erworbene Störungen des Immunsystems, HIV-Infektion
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Bewohnern von Alten- oder Pflegeheimen
  • Personen mit stark erhöhtem Risiko sich und andere anzustecken, zum Beispiel medizinisches Personal oder
  • Personal in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr

Darüber hinaus sind hygienische Maßnahmen von besonderer Bedeutung:

Waschen Sie sich gründlich die Hände mit Wasser und Seife! Trocknen Sie die Hände nach dem Waschen sorgfältig mit einem sauberen Tuch ab. Besonders dann, wenn Sie Kontakt zu Erkrankten hatten oder mit Gegenständen die Erkrankte berührt haben.
Berühren Sie so wenig wie möglich mit Ihren Händen die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase.
Meiden Sie bei Grippewellen möglichst Händeschütteln und halten Sie Abstand zu niesenden oder hustenden Personen.
Vermeiden Sie nach Möglichkeit engen Kontakt zu Erkrankten, auch im häuslichen Umfeld.

(nach Informationen des Robert-Koch-Institutes)

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120. Deutscher Ärztetag 2017 in Freiburg

Vom 22.-26.5.2017 fand der Deutsche Ärztetag 2017 in Freiburg statt. Dr. Maitra nahm für die Fraktion „Arzte in sozialer Verantwortung“ bzw. als Delegierter der Landesärztekammer Baden-Württemberg am Ärztetag teil. Hauptthemen des Ärztetages waren die zunehmende Digitilisierung in der Medizin, die Neuordnung der Gebührenordnung für Ärzte und Fragen zur Weiterbildungsordnung. An vier Verhandlungstagen wurden diese und weitere Themen intensiv diskutiert. Zu den Ergebnissen berichtet das Deutsche Ärzteblatt und stellt in die Online-Ausgabe ein Interview zum Thema Digitalisierung mit Dr. Maitra. Darüber hinaus wurden eine Vielzahl weiterer Themen bearbeitet, darunter auch einige Anträge von Dr. Maitra: Der Deutsche Ärztetag warnt vor der Verharmlosung von gesundheitlichen Gefahren durch die Einlagerung sog. freigemessenen Atommülls, wie dies auf der Deponie Froschgraben in Schwieberdingen erfolgen soll. Weiterhin wurden Anträge zur Heranziehung europäischer Umweltstandards bei der Zulassung von Arzneimitteln und zur Verbesserung der Software zur Bereitstellung des Bundesmedikamentenplans positiv beschieden. Ein Antrag zur Offenlegung der Nebeneinkünfte von standespolitischen Funktionären wurde zur weiteren Entscheidung an den Vorstand überwiesen; ein Antrag zur Gleichbehandlung von hausärztlichen Internisten und Fachärzten für Allgemeinmedizin bei der Weiterbildungsberechtigung im rahmen der neuen Weiterbildungsnovelle wurde abgelehnt.

Mit großer Mehrheit wurde ein Antrag zu dem in der Türkei inhaftierten Arzt Sedar Küni vom Deutschen Ärztetag positiv beschieden.

Insgesamt war der Deutsche Ärztetag eine erfolgreiche Veranstaltung, bei der viele positive Anstösse für unser Gesundheitssystem und die Versorgung unserer Patienten gegeben werden konnten.

 

Entschließung der Vertreterversammlung der Landesärztekammer zur Lagerung gering radioaktiven Restmülls

Nach Plänen der grün-schwarzen Landesregierung sollen in diesem Jahr sogenannte „freigemessene“ gering radioaktive Abfälle aus dem Rückbau der Atomkraftwerke Obrigheim und Neckarwestheim auf den Bauschuttdeponien der Landkreise in Buchen, Schwieberdingen und Horrheim eingebaut werden. Gegen diese Vorhaben haben sich erhebliche Proteste erhoben, nachdem ein ursprünglich von Umweltminister Untersteller verkündetes Moratorium nach einem Gutachten des Öko-Institutes in Freiburg aufgehoben wurde.

Die von meiner Fraktion „Ärztinnen und Ärzte in sozialer Verantwortung“ in die Vertreterver­sammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg (dem höchsten Gremium der verfassten Ärzteschaft) im November 2016 eingebrachte und dort mit großer Mehrheit positiv beschiedene Entschließung hat zu viel Resonanz in Politik und Medien geführt. Die Vertreterversammlung hatte in ihrer Entschließung insbesondere vor der Verharmlosung möglicher Strahlenschäden durch die sog. „Freigabe“ und den Einbau gering radioaktiven Restmülls für die Bevölkerung gewarnt und dafür plädiert, beim Rückbau der AKWs anfallenden radioaktiven Müll auf dem Kraftwerksgelände zu deponieren.

Nach Protesten des Umweltministeriums unter Franz Untersteller (Grüne) sah sich die Landesärztekammer mit ihrem Präsidenten Dr. Ulrich Clever veranlasst, die Entschließung der Vertreterversammlung vorübergehend bis zur weiteren Klärung des Sachverhaltes aus dem Internet-Auftritt der Kammer zu nehmen, stellte diese aber nach Erörterung in den zuständigen Ausschüssen wieder unverändert online.

Inzwischen fand in Schwieberdingen eine Protestdemonstration gegen die Absichten der Landesregierung statt. Durch unsere Proteste hat sich auch der Kreistag des Landkreises Ludwigsburg gegen die Einlagerung von Abfällen aus dem Rückbau des Atomkraftwerks in Neckarwestheim auf den Deponien des Kreises ausgesprochen.

 

Neue Patientinnen und Patienten

Nachdem wir aus Kapazitätsgründen längere Zeit keine neuen Patientinnen und Patienten in unsere hausärztliche Regelversorgung aufnehmen konnten, ist dies momentan wieder möglich. Wir bitten ggf. um Kontaktaufnahme unter unserer Praxis-Telefonnummer 07150-2223.

Medizinische Versorgung von Flüchtlingen und Migranten

Wir beteiligen uns als Praxis gerne an der Versorgung von Flüchtlingen und Migranten und unterstützen den Freundeskreis Flüchtlingshilfe Hemmingen. Wir erachten die Unterstützung und Aufnahme von Flüchtlingen angesichts der globalen Situation für eine nicht einfache, dennoch aber selbstverständliche Aufgabe unserer Gesellschaft. Neben der Versorgung von Flüchtlingen, die in Hemmingen untergebracht sind, haben wir uns auch an der Versorgung von Flüchtlingen beteiligt, die im Landkreis Ludwigsburg durch die Ärzteschaft Ludwigsburg und das Gesundheitsamt organisiert wurde. Die von uns in den letzten 12 Monaten abgehaltene regelmässige ärztliche Sprechstunden in Kornwestheimer Flüchtlingsunterkünften haben wir aufgrund der momentanen Verringerung der Inanspruchnahme auf eine bedarfweise Durchführung geändert.

 

Erfolg bei den Wahlen zur Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung

Bis zum 23.09. fanden wieder die Wahlen zur Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung statt, die in diesem Jahr von einem unglaublichen Chaos begleitet waren. Aufgrund fehlerhafter Wahllisten mussten die Wahlunterlagen gleich mehrfach versandt und die Wahlfrist verlängert werden. Unsere Liste aus hausärztlich, fachärztlich und psychotherapeutisch tätigen Ärztinnen und Ärzten ist auch in der neuen Legislaturperiode mit vier Delegierten in der Vertreterversammlung der KV Baden-Württemberg vertreten. Wir verschaffen einer sprechenden und sozial verantwortlichen Medizin im ärztlichen Alltag und in den Gremien der ärztlichen Selbstverwaltung mehr Gewicht. Wir engagieren uns für ein solidarisch gestaltetes Gesundheitswesen ohne Ansehen von Herkunft und sozialem Status. Im Zentrum ärztlicher Arbeit müssen Patientinnen und Patienten und nicht wirtschaftliche und bürokratische Zwänge stehen.

Unseren Wahlaufruf finden Sie hier

 

Enthüllung des Mahnmals zum Gedenken an die Opfer der NS-Medizin

Am 17.02.2016 wurde auf dem Gelände der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg in der Jahnstrasse 5 in Stuttgart Degerloch ein Mahnmal zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Medizin enthüllt. Die Errichtung des Mahnmals war ein Erfolg der Arbeit der Arbeitsgruppe „Umgang der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg mit dem Nationalsozialismus“, der ich seit 2005 angehöre.

Die Stuttgarter Zeitung berichtet in ihrem Lokalteil über die Enthüllung, ein ausführlicher Bericht findet sich auf der Homepage der Bezirksärztekammer.

 

 

Neue Telefonnummer 116117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst

Ab dem 01.07.2015 wird auch im Landkreis Böblingen und im Einzugsgebiet unserer Notfallpraxis die bundes­weite Telefonnummer für den allgemeinärztlichen Bereitschaftsdienst 116117 eingeführt. Die 116117 kann bundesweit kosten­frei und ohne Vorwahl gewählt werden, bei lebensbedrohlichen Notfällen gilt weiter­hin die Telefon­nummer 112. Die neue Nummer 116 117 ist nur für den allgemeinärztlichen Bereit­schafts­dienst gültig, die Rufnummern der fachärztlichen Bereit­schafts­dienste bleiben unver­ändert bestehen. Wird ein Haus­besuch benötigt, werden Anrufer an die zuständige Rettungs­leitstelle weitergeleitet, die dann den Hausbesuch disponiert. Direkte Anrufe von Patienten in der Notfallpraxis sind nicht mehr erforderlich.

Patienten sollen sich nur noch im Falle eines erforderlichen Hausbesuches über die 116117 anmelden, die Disponenten der Leitstelle leiten den Anruf weiter. Wie bisher übernimmt für fußläufige Patienten die Notfallpraxis die Versorgung. Alle Patienten, die sich bis 22 Uhr bzw. 24 Uhr in der Notfallpraxis anmelden, werden dort behandelt. Für die Zeiten nach 22 Uhr bzw. 24 Uhr (am Mittwoch und Freitag) werden Patienten in den Ambulanzen des Krankenhauses Leonberg behandelt.

 

Medizinische Versorgung außerhalb der Sprechzeiten in der Notfallpraxis am Krankenhaus Leonberg

Nachdem die Notfallpraxis in Ditzingen Ende 2013 nach über 10jähriger erfolgreicher Tätigkeit auf Betreiben der kassenärztlichen Vereinigung zum Jahresende geschlossen und das Einzugsgebiet der bisherigen Notfallpraxis am Krankenhaus Leonberg erweitert wurde, hat die neue Notfallpraxis in Leonberg nun die ersten sechs Monate der Notfalldiensttätigkeit gemeistert.

Träger der neuen ärztlichen Notfallpraxis am Krankenhaus Leonberg ist der 2014 gegründete Verein „Notfallpraxis Leonberg-Ditzingen e. V.“, der sich aus den Ärzten der verschiedenen Kommunen des Notfalldienstgebietes zusammensetzt und dem ich als Vorsitzender angehöre.

Mit vereinten Kräften haben wir erfolgreich die Organisation des ärztlichen Notfalldienstes unter den neuen Bedingungen des reformierten Notfalldienstes in Baden-Württemberg übernommen.

An die neue ärztliche Notfallpraxis am Leonberger Krankenhaus können sich alle Patienten aus den Kommunen und Ortsteilen von Ditzingen, Eberdingen, Hemmingen, Korntal-Münchingen, Leonberg, Magstadt, Rutesheim, Schwieberdingen, Weil der Stadt und Weissach wenden.

Die Notfallpraxis ist am Wochenende rund um die Uhr erreichbar. Mit einer nun erweiterten Dienstbereitschaft ist die Notfallpraxis nun auch an den Wochentagen ab 18 Uhr für Patienten des gesamten Einzugsgebietes zu erreichen. Am Mittwoch beginnt der ärztliche Notfalldienst bereits um 14 Uhr, am Freitag um 16 Uhr. Zu den Nachtzeiten ab 22 Uhr (am Mittwoch und am Freitag ab 24 Uhr)  übernimmt die Notfallambulanz des Krankenhauses die Versorgung. Ist das Aufsuchen der Praxis aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, können auch Hausbesuche durchgeführt werden, die weiterhin direkt durch die Notfallpraxis erfolgen.

Nicht von der Notfallpraxis versorgt werden Kinder, die in den speziellen Kinder-Notfallpraxen an den Krankenhäusern Böblingen und Leonberg versorgt werden. Ebenso sind ein augenärztlicher Notfalldienst am Katharinenhospital in Stuttgart und ein HNO-ärztlicher Notfalldienst an der Universität Tübingen angesiedelt. Im Zuge der Reform des Notfalldienstes hatte der bisherige gynäkologische Notfalldienst seine Tätigkeit beenden müssen. Die Versorgung gynäkologischer Notfälle erfolgt durch die ärztlichen Notfallpraxen und – sofern erforderlich – durch die Weiterleitung in die gynäkologischen Abteilungen der Krankenhäuser der Region.

Sie erreichen den allgemeinärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117. Für lebensbedrohliche Notfälle ist weiterhin der Rettungsdienst zuständig, der rund um die Uhr unter der Telefonnummer 112 zu erreichen ist.

 

Neue Regeln zur Wiederbelebung

Wiederbelebungsmaßnahmen sind auch für medizinische Laien einfacher als gedacht, die http://www.apotheken-umschau.de/multimedia/190/62/12/6197043217.jpgSituation tritt häufig und stets unerwartet ein. Wichtig dabei ist vor allem, dass man sich traut! Hier deshalb der Hinweis auf zwei Videos zum Thema (für deren Inhalt wir natürlich aus gründsätzlichen Überlegungen heraus keine Verantwortung übernehmen können):

http://www.youtube.com/watch?v=RsArHyybeWk

http://www.youtube.com/watch?v=RTX2UsG1Yzc

 

Bestellung von Rezepten und Überweisungen auch „Online“ möglich

Nachdem sich unser Anrufbeantworter zur Anforderung von Rezepten schon seit Jahren bewährt hat, bieten wir für unsere Patientinnen und Patienten auch die Anforderung von Rezepten „online“ über unsere Homepage an.

Die Bestellung ist ganz einfach: in der Titelzeile der Homepage oben rechts auf die Spalte „Rezept bestellen“. Dann geben Sie in dem aufklappenden Pop-Up-Menü bitte Ihren Namen, eMail Adresse und Medikamenten- oder Überweisungswünsche ein (wichtig: Name, Stärke des Medikamentes, Größe der gewünschten Packung. Nach dem Abschicken erhalten Sie eine Bestätigungs-eMail und können am nächsten Arbeitstag das fertige Rezept in der Praxis abholen oder sich ggf. auch zuschicken lassen.

Bitte berücksichtigen Sie, dass unsere Medizinischen Fachangestellten angewiesen sind, Rezepte nur gegen Vorlage einer gültigen Krankenversicherungsausweises auszuhändigen.

Leider ist es uns nicht möglich, die Anfrage nach Medikamenten nach dem SSL-Sicherheitsstandard zu empfangen. Wir möchten deshalb ausdrücklich darauf hinweisen:

Selbstverständlich können Rezepte aber auch weiterhin per Anrufbeantworter oder auch persönlich angefordert werden und werden ebenso bis zum nächsten Arbeitstag für Sie fertig gestellt.

 

Sind Überweisungen heute noch erforderlich?

Mit Beginn des Quartals 01/2013 wurde der Unsinn der Praxisgebühr beendet, der in unseren Praxen seit Jahren völlig unnütz für Bürokratie und Arbeitsaufwand gesorgt hatte.

Durch den Wegfall der Praxisgebühr wird vielfach angenommen, dass eine Überweisung zur Behandlung bei anderen Fachärzten ebenfalls nicht mehr erforderlich ist. Teilweise haben wir schon Berichte erhalten, wonach die Annahme von Überweisungen verweigert wurde.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, nur mit einer Überweisung zu anderen Kolleginnen und Kollegen zu gehen. Nur die Behandlung mit einer Überweisung beinhaltet die kassenarztrechtliche Pflicht zu Erstellung eines schriftlichen Berichtes. Nur so werden wir als Ihre Hausärzte über Ihre Behandlung ausreichend informiert und können Sie gut und umfassend beraten. 

Die Berichtserstellung nach Überweisung beinhaltet darüber hinaus einen weiteren Nutzen: Wir dienen Ihnen als Sammelstelle und Register für Ihre persönlichen medizinischen Behandlungen. Ohne Berichterstattungen von Seiten der Kollegen gehen Ihnen im Laufe der Jahre viele Informationen verloren, die bsw. bei Versicherungsanfragen, Kur- und Reha-Anträgen, Sozialverfahren etc. erforderlich werden können.

Sprechen Sie uns bei Fragen zur Überweisungs-Praxis nach den neuen geltenden Richtlinien gerne an!

 

Aktuelles zu den Hausarztverträgen von AOK, Ersatz- und Betriebskrankenkassen

Im Rahmen der letzten Gesundheitsreform wurden die Krankenkassen verpflichtet, Hausarztverträge anzubieten. Im Grundsatz soll hiermit eine Verbesserung der Versorgung von Patienten bei gleichzeitig erhoffter Verringerung der Gesundheits- und Krankheitskosten erreicht werden. Nachdem die AOK Baden-Württemberg als erste Kasse entsprechende Verträge mit dem Hausärzteverband geschlossen hat, legten auch die Betriebskrankenkassen entsprechende Verträge vor; die Ersatzkassen folgten notgedrungen entsprechend der gesetzlichen Vorlagen.

Bei Einschreibung in die Hausarztverträge verpflichten sich die Patienten von AOK und BKK, bei Gesundheitsproblemen wie bisher auch primär den Hausarzt aufzusuchen. Sie wählen hierzu für die Dauer von einem Jahr einen Hausarzt und verpflichten sich, bei gesundheitlichen Problemen zuerst den Hausarzt zu kontaktieren. Auf der anderen Seite haben Patienten auch Vorteile: Die Hausärzte müssen Abendsprechstunden anbieten, was zumindest in unserer Praxis bereits an vier Tagen die Woche existiert. Zumindest theoretisch soll die Wartezeit 30 Minuten nicht übersteigen – wir tun unser Bestes! Tatsächlich haben Sie im Fall einer Einschreibung Anspruch auf die erweiterte Durchführung von Checkup-Untersuchungen in nur jährlichen Abständen mit erweiterten Laborleistungen. Zuzahlungen können sich verringern. Es ist davon auszugehen, dass sich die Kassen – natürlich ohne Rechtsanspruch – im Falle einer Teilnahme an den Verträgen großzügiger zeigen. Die tatsächlichen Vorteile liegen nach meiner Einschätzung aber darin, dass wir Hausärzte durch eine bessere Honorierung im Rahmen der Hausarztverträge unsere Leistungen zumindest im bisherigen Umfang aufrecht erhalten können. Die Gelder, die für die Vergütung von Leistungen aus den Hausarztverträgen frei werden, müssen nicht in den Gesundheitsfonds abgeführt werden und bleiben in Baden-Württemberg. Sie sichern durch Ihre Teilnahme an den Hausarztverträgen insofern den Erhalt einer wohnortnahen hausärztlichen Versorgung. Die Kassen versuchen natürlich, mit den Verträgen Geld zu sparen. Überwiegend soll dies durch Einsparungen im Bereich der Arzneimittelausgaben erfolgen. Wir Hausärzte verpflichten uns hier, entsprechend der jeweiligen Rabattverträge der Krankenkassen mit den Pharmafirmen zu verordnen. Die so verordneten Medikamente sind für Sie zumeist zuzahlungsfrei. Weitere Eingriffe in die Therapiehoheit finden angeblich nicht statt.

Weitere Einzelheiten zu den Hausarztverträgen finden Sie unter:

Informationen des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg

Informationen der AOK Baden-Württemberg

Informationen der Betriebskrankenkassen

Informationen der Techniker Krankenkasse

Informationen der Barmer/Gmünder Ersatzkasse

Informationen der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg